Tesero erlebte ein Staffelrennen, das an Dramatik kaum zu überbieten war. Bei strömendem Regen und aufgeweichter Loipe setzten sich Norwegens Langläuferinnen in der 4 x 7,5-Kilometer-Staffel durch und sicherten sich olympisches Gold. Die Bedingungen verlangten den Athletinnen alles ab – taktisches Geschick und Nervenstärke waren gefragt.
Von Beginn an entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch zwischen Norwegen und dem favorisierten Team aus Schweden. Doch im zweiten Abschnitt nahm das Rennen eine entscheidende Wendung: Die schwedische Läuferin Ebba Andersson kam in aussichtsreicher Position zu Sturz. Sekunden gingen verloren, der Rhythmus war dahin – und plötzlich lief Schweden einem Rückstand hinterher.
Trotz einer beherzten Aufholjagd und großer kämpferischer Moral reichte es für die Schwedinnen am Ende nur zu Silber. Norwegen hingegen blieb stabil, hielt das Tempo hoch und brachte den Vorsprung souverän ins Ziel. Die Schlussläuferin ließ nichts mehr anbrennen und sorgte für ausgelassenen Jubel im norwegischen Lager.
Bronze ging an Finnland, das mit einer geschlossenen Teamleistung überzeugte und von den Fehlern der Konkurrenz profitierte.
Auch das österreichische Quartett setzte ein Ausrufezeichen. Bei seiner olympischen Rückkehr lief das Team überraschend in die Top Ten und zeigte eine engagierte Vorstellung unter schwierigen äußeren Bedingungen.
Am Ende stand Norwegen ganz oben auf dem Podest – in einem Rennen, das vor allem wegen des schwedischen Sturzes und der anschließenden Aufholjagd lange in Erinnerung bleiben dürfte
