Los Angeles – Die US-Schauspielerin Natasha Lyonne hat öffentlich gemacht, dass sie nach vielen Jahren der Nüchternheit einen Rückfall erlebt hat. In einem ehrlichen Gespräch sprach die 45-Jährige offen über ihren erneuten Kampf mit der Sucht und setzte damit ein starkes Zeichen für Transparenz und Selbstreflexion.
Lyonne, bekannt aus Erfolgsserien wie Orange Is the New Black und Poker Face, galt lange als Beispiel für einen erfolgreichen Neuanfang nach schweren persönlichen Krisen. Bereits in jungen Jahren hatte sie offen über ihre Suchterkrankung gesprochen und sich Schritt für Schritt ein stabiles Leben aufgebaut. Umso überraschender kam nun ihr Geständnis, dass dieser Weg nicht linear verlaufen sei.
Die Schauspielerin betonte, dass ein Rückfall nicht bedeute, alles Erreichte zu verlieren. Vielmehr sei er Teil eines komplexen Heilungsprozesses. Sie sprach davon, wie wichtig es sei, ehrlich mit sich selbst zu bleiben und Hilfe anzunehmen, statt aus Scham zu schweigen.
Besonders eindringlich schilderte Lyonne den inneren Druck, dem viele Menschen in der Öffentlichkeit ausgesetzt sind. Der Erwartung, dauerhaft „stark“ zu sein, könne kaum jemand gerecht werden. Gerade deshalb wolle sie ihre Erfahrung teilen – um anderen Mut zu machen, offen über Rückschläge zu sprechen.
In der Film- und Serienbranche wird Lyonnes Offenheit vielfach respektiert. Kolleginnen und Kollegen lobten ihren Mut und hoben hervor, wie wichtig solche Gespräche für den Abbau von Stigmatisierung rund um Sucht und mentale Gesundheit seien.
Natasha Lyonne selbst blickt trotz allem nach vorn. Sie machte deutlich, dass sie weiterhin an sich arbeitet und den Fokus auf Genesung, Selbstfürsorge und kreative Projekte legt. Ihr offenes Bekenntnis erinnert daran, dass Heilung kein gerader Weg ist – sondern ein Prozess mit Höhen und Tiefen.
