„War ein bisschen angschissen“ – Österreichs Speed-Damen mit gemischtem Fazit
Nach der abgebrochenen Abfahrt am Freitag war die Verunsicherung im österreichischen Team spürbar – besonders bei Ariane Rädler. Die Vorarlbergerin zeigte sich offen über die mentalen Nachwirkungen der Sturz-Orgie, bewies im Super-G aber Nervenstärke und wurde dennoch beste Österreicherin.
„Natürlich war ich ein bisschen angschissen“, sagte Rädler nach dem Rennen ehrlich. Die zahlreichen Zwischenfälle am Vortag hatten ihre Spuren hinterlassen, das Vertrauen in Strecke und Material war nicht vollständig zurückgekehrt. Trotzdem gelang es der 25-Jährigen, einen kontrollierten und weitgehend fehlerfreien Lauf ins Ziel zu bringen.
Während andere ÖSV-Damen mit Risiko oder Linie zu kämpfen hatten, setzte Rädler auf Sicherheit. Diese Strategie zahlte sich aus: Mit einer soliden Fahrt sicherte sie sich die beste rot-weiß-rote Platzierung im Super-G, auch wenn es nicht für die absolute Spitze reichte.
Cheftrainer und Betreuerstab zeigten sich zufrieden mit der Leistung. Gerade unter den schwierigen Umständen sei das Ergebnis ein wichtiges Signal, hieß es aus dem Team. Nach den Turbulenzen des Wochenendes gehe es nun vor allem darum, Selbstvertrauen zurückzugewinnen und Stabilität in die Speed-Disziplinen zu bringen.
Für Rädler selbst ist das Resultat ein Schritt in die richtige Richtung. „Ich weiß, dass ich noch mehr kann“, betonte sie. Entscheidend sei jetzt, die Erlebnisse zu verarbeiten und den Fokus auf die kommenden Rennen zu legen.
Der Super-G zeigte einmal mehr, wie schmal der Grat im alpinen Skisport ist. Nach einem turbulenten Freitag konnte Ariane Rädler zumindest ein positives Ausrufezeichen setzen – und bewies, dass mentale Stärke oft genauso wichtig ist wie Tempo.
