Der olympische Traum von Lindsey Vonn endete dramatisch. Die US-amerikanische Ski-Ikone ist bei der olympischen Abfahrt der Frauen in Cortina d’Ampezzo schwer gestürzt. Der Unfall ereignete sich nur neun Tage nach einem Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie – einer Verletzung, die Vonn bereits vor den Winterspielen in der Schweiz erlitten hatte.
Die 41-Jährige hatte zuvor zwei Trainingsläufe auf der traditionsreichen Olimpia-delle-Tofane-Strecke ohne Zwischenfälle absolviert. Im Rennen selbst kam es jedoch früh zu einem Sturz, bei dem Vonn die Kontrolle verlor. Sie blieb zunächst liegen und musste längere Zeit direkt auf der Strecke medizinisch versorgt werden.
Nach der Erstbehandlung wurde die Amerikanerin per Hubschrauber von der Piste abtransportiert. Der Wettkampf wurde durch den Vorfall deutlich unterbrochen, da Vonn als 13. Starterin ins Rennen gegangen war.
Trotz der bekannten Verletzung hatte sich Vonn bewusst für einen Start entschieden. Sie nahm ein großes persönliches Risiko in Kauf, um noch einmal bei Olympischen Spielen antreten zu können. Nach eigenen Angaben sollten es ihre letzten Spiele sein – ein Gedanke, der den emotionalen Moment zusätzlich verstärkte.
Die Zuschauer in Cortina reagierten mit lang anhaltendem Applaus, als der Hubschrauber abhob. Kaum eine andere Strecke ist so eng mit Vonns Karriere verbunden: Zwölf ihrer insgesamt 84 Weltcupsiege feierte sie auf genau diesem Hang.
Wie schwer die Folgen des Sturzes sind, war zunächst unklar. Fest steht jedoch, dass der Auftritt der vierfachen Gesamtweltcupsiegerin in Cortina ein bewegender Moment des olympischen Skisports bleibt.
